Häufige Fragen zur Hausverwaltung
130 kompakte Antworten aus unserem Ratgeber — zu Kosten, Verwalterwechsel, WEG-Recht und der Suche nach der richtigen Verwaltung.
Hausverwaltung reagiert nicht: So gehen Eigentümer und Mieter vor
Wie lange darf eine Hausverwaltung nicht antworten?
Es gibt keine einheitliche Antwortfrist für jede Anfrage. Maßgeblich sind Dringlichkeit, Vertrag, Beschlüsse und mögliche Schäden. Bei Gefahr ist sofortiges Handeln erforderlich; bei Routinefragen kann eine angemessene schriftliche Frist gesetzt werden.
An wen wende ich mich als Mieter, wenn die Hausverwaltung nicht reagiert?
Informieren Sie den Vermieter als Ihren Vertragspartner nachweisbar über den Mangel. Eine beauftragte Mietverwaltung können Sie parallel anschreiben. Dokumentieren Sie Meldung, Zustand und Frist vollständig.
Darf ein Eigentümer im Notfall selbst einen Handwerker rufen?
Bei einem dem Gemeinschaftseigentum unmittelbar drohenden Schaden erlaubt § 18 Absatz 3 WEG notwendige Abwehrmaßnahmen. Das ist eng auszulegen und keine Vollmacht für beliebige Reparaturen; Maßnahme und Dringlichkeit sollten vollständig dokumentiert werden.
Kann eine WEG die Hausverwaltung abberufen, wenn sie nicht reagiert?
Die Eigentümer können den Verwalter durch Beschluss abberufen. Vertragliche Folgen und der richtige Ablauf müssen gesondert geprüft werden. Vorher sollten Pflichtverletzungen dokumentiert und eine geeignete Nachfolgeverwaltung gesucht werden.
Erhaltungsrücklage der WEG: Höhe, Berechnung und Verwendung
Ist eine Erhaltungsrücklage für die WEG Pflicht?
Die Ansammlung einer angemessenen Erhaltungsrücklage gehört nach § 19 WEG zur ordnungsmäßigen Verwaltung. Das Gesetz schreibt jedoch keinen pauschalen Mindestbetrag vor.
Wie viel Erhaltungsrücklage pro Quadratmeter ist angemessen?
Es gibt keinen für alle Gebäude passenden oder gesetzlich verbindlichen Quadratmeterbetrag. Alter, Zustand, Technik, anstehende Maßnahmen, Größe der WEG und vorhandener Bestand müssen gemeinsam betrachtet werden.
Darf die Hausverwaltung allein über die Rücklage verfügen?
Die Verwaltung bewirtschaftet die Gemeinschaftskonten im Rahmen ihrer Befugnisse. Über geplante Maßnahmen und Entnahmen entscheidet regelmäßig die Gemeinschaft per Beschluss; Notfall- und Bagatellbefugnisse sind gesondert zu beurteilen.
Wird die Erhaltungsrücklage beim Wohnungsverkauf ausgezahlt?
Nein, sie ist Gemeinschaftsvermögen und kein persönliches Sparguthaben des Verkäufers. Der Rücklagenstand kann aber bei Kaufpreis und Vertragsgestaltung wirtschaftlich berücksichtigt werden.
Beschlusssammlung der WEG: Inhalt, Einsicht und Pflichten
Ist eine Beschlusssammlung für jede WEG Pflicht?
Ja. § 24 WEG schreibt die Führung einer Beschlusssammlung vor. Die Pflicht besteht auch dann, wenn die Gemeinschaft keinen Verwalter hat.
Was ist der Unterschied zwischen Beschlusssammlung und Protokoll?
Das Protokoll dokumentiert eine bestimmte Eigentümerversammlung. Die Beschlusssammlung führt die gesetzlich bestimmten Beschlüsse und gerichtlichen Entscheidungen fortlaufend zusammen und enthält insbesondere den genauen Beschlusswortlaut.
Darf ein Kaufinteressent die Beschlusssammlung einsehen?
Ein Dritter darf Einsicht erhalten, wenn ihn ein Wohnungseigentümer dazu ermächtigt. Kaufinteressenten sollten sich die Ermächtigung deshalb vom aktuellen Eigentümer geben lassen.
Wer führt die Beschlusssammlung ohne Hausverwaltung?
Ohne Verwalter ist grundsätzlich der Vorsitzende der Eigentümerversammlung zuständig. Die Eigentümer können durch Mehrheitsbeschluss eine andere Person damit beauftragen.
Verwaltungsbeirat: Aufgaben, Rechte und Haftung in der WEG
Ist ein Verwaltungsbeirat in der WEG Pflicht?
Nein. Die Bestellung eines Verwaltungsbeirats ist freiwillig. Die Wohnungseigentümer entscheiden per Beschluss, ob sie einen Beirat einsetzen und wer ihm angehört.
Wie viele Mitglieder muss ein Verwaltungsbeirat haben?
Das WEG schreibt keine feste Zahl mehr vor. Bei mehreren Mitgliedern müssen ein Vorsitzender und ein Stellvertreter bestimmt werden. Die Gemeinschaft kann die Größe passend zu ihrem Bedarf beschließen.
Darf der Verwaltungsbeirat der Hausverwaltung Weisungen erteilen?
Nicht allein aufgrund seiner Beiratsfunktion. Der Beirat unterstützt und überwacht. Zusätzliche Entscheidungs- oder Vertretungsbefugnisse benötigen eine klare Beschluss- oder Vollmachtsgrundlage.
Muss der Beirat die Jahresabrechnung prüfen?
Nach § 29 WEG sollen Wirtschaftsplan und Jahresabrechnung vor der Beschlussfassung vom Beirat geprüft und mit einer Stellungnahme versehen werden. Die Eigentümerversammlung bleibt für die Beschlussfassung verantwortlich.
WEG-Verwalter bestellen: Beschluss, Vertrag und Laufzeit
Wer bestellt den Verwalter einer WEG?
Die Wohnungseigentümer bestellen den Verwalter durch Beschluss. Der Verwaltungsbeirat kann Auswahl und Vertragsprüfung vorbereiten, entscheidet aber nicht allein über die Bestellung.
Wie lange kann ein WEG-Verwalter bestellt werden?
Die Höchstdauer beträgt fünf Jahre. Bei der ersten Bestellung nach Begründung des Wohnungseigentums sind höchstens drei Jahre zulässig. Eine Wiederbestellung braucht einen neuen Beschluss.
Ist die Bestellung dasselbe wie der Verwaltervertrag?
Nein. Die Bestellung begründet das Verwalteramt. Der Vertrag regelt Vergütung, Leistungen, Haftung, Laufzeit und weitere Pflichten. Beide Entscheidungen sollten klar aufeinander abgestimmt werden.
Wer unterschreibt den Verwaltervertrag für die WEG?
Nach § 9b Abs. 2 WEG vertritt gegenüber dem Verwalter der Vorsitzende des Verwaltungsbeirats oder ein durch Beschluss ermächtigter Wohnungseigentümer die Gemeinschaft.
Braucht ein WEG-Verwalter eine §-34c-Erlaubnis?
Ein gewerbsmäßiger Wohnimmobilienverwalter benötigt grundsätzlich die behördliche Erlaubnis nach § 34c GewO. Dazu gehört auch der Nachweis einer Berufshaftpflichtversicherung.
Kann ein Verwalter jederzeit abberufen werden?
Ja. Die Eigentümer können den Verwalter jederzeit abberufen. Der Verwaltervertrag endet spätestens sechs Monate nach der Abberufung; die konkrete Vergütung und Abwicklung sind gesondert zu prüfen.
Sonderumlage in der WEG: Beschluss, Höhe und Fälligkeit
Was ist eine Sonderumlage bei einer Eigentümergemeinschaft?
Eine Sonderumlage ist ein zusätzlich beschlossener Finanzierungsbeitrag der Wohnungseigentümer. Sie ergänzt den Wirtschaftsplan, wenn reguläre Vorschüsse und verfügbare Mittel einen konkreten Bedarf nicht decken.
Wie muss eine Sonderumlage beschlossen werden?
Der Beschluss sollte Zweck, Gesamtbetrag, gültigen Verteilerschlüssel, berechenbare Einzelbeträge und Fälligkeit eindeutig regeln. Bei Raten müssen Teilbeträge und Zahlungstermine bestimmt sein.
Nach welchem Schlüssel wird eine Sonderumlage verteilt?
Es gilt der für die finanzierte Kostenart maßgebliche Schlüssel aus Gesetz, Gemeinschaftsordnung oder wirksamem Beschluss. Ohne abweichende Regelung ist der gesetzliche Ausgangspunkt die Verteilung nach Miteigentumsanteilen.
Wann ist eine Sonderumlage fällig?
Die Fälligkeit richtet sich nach dem Beschluss. Er sollte ein festes Datum, einen eindeutig berechenbaren Zeitraum oder klare Ratentermine nennen. § 28 Abs. 3 WEG erlaubt der Gemeinschaft, Fälligkeit und Erfüllungsweise zu beschließen.
Wer zahlt die Sonderumlage beim Eigentümerwechsel?
Nach der BGH-Fälligkeitstheorie trägt gegenüber der Gemeinschaft grundsätzlich derjenige die Sonderumlage oder Rate, der bei Eintritt der Fälligkeit Eigentümer ist. Kaufvertragliche Ausgleichsregeln zwischen Verkäufer und Käufer sind davon getrennt zu betrachten.
Kann eine Sonderumlage in Raten gezahlt werden?
Ja, wenn der Beschluss eine Ratenzahlung mit eindeutigen Teilbeträgen und Fälligkeitsterminen vorsieht. Ein einzelner Eigentümer kann eine abweichende Ratenzahlung nicht einseitig bestimmen.
Was passiert mit einer nicht vollständig verbrauchten Sonderumlage?
Das hängt von Zweck und Beschlusslage ab. Die Verwaltung sollte den Rest transparent ausweisen; die Gemeinschaft muss erforderlichenfalls über Erstattung, weitere zweckgebundene Verwendung oder eine andere Behandlung beschließen.
Wirtschaftsplan der WEG: Inhalt, Beschluss und Prüfliste
Was ist ein Wirtschaftsplan bei einer WEG?
Der Wirtschaftsplan ist das Budget der Eigentümergemeinschaft für ein Kalenderjahr. Er enthält die erwarteten Einnahmen und Ausgaben und dient als Grundlage für den Beschluss über Kostenvorschüsse und Rücklagenzuführungen.
Wer erstellt und wer beschließt den Wirtschaftsplan?
Der Verwalter stellt den Wirtschaftsplan auf. Die Wohnungseigentümer beschließen über die daraus abgeleiteten Vorschüsse und Zuführungen zu den vorgesehenen Rücklagen.
Was ist der Unterschied zwischen Wirtschaftsplan und Jahresabrechnung?
Der Wirtschaftsplan prognostiziert Einnahmen und Ausgaben für das kommende oder laufende Kalenderjahr. Die Jahresabrechnung zeigt nach Jahresende die tatsächlich erfolgten Einnahmen und Ausgaben und dient als Grundlage für Nachschüsse oder Anpassungen.
Wie lange gilt der Wirtschaftsplan einer WEG?
Der Verwalter stellt ihn nach § 28 WEG jeweils für ein Kalenderjahr auf. Ob beschlossene Vorschüsse bis zu einem neuen Beschluss fortgelten, hängt von der konkreten Beschlussregelung ab; eine automatische unbegrenzte Fortgeltung sollte nicht unterstellt werden.
Kann eine WEG den Verteilerschlüssel im Wirtschaftsplan ändern?
Der Wirtschaftsplan selbst ersetzt keinen erforderlichen Beschluss. Nach § 16 Abs. 2 WEG können Eigentümer für einzelne Kosten oder bestimmte Kostenarten eine abweichende Verteilung beschließen. Vereinbarungen und die konkrete Beschlusslage müssen berücksichtigt werden.
Was kann ich tun, wenn der Wirtschaftsplan fehlerhaft ist?
Fragen Sie Rechenweg, Belege, Verteilerschlüssel und Beschlussgrundlagen vor der Abstimmung ab und verlangen Sie nötige Korrekturen. Nach einem möglicherweise fehlerhaften Beschluss laufen kurze gerichtliche Fristen; ein konkreter Fall sollte sofort rechtlich geprüft werden.
WEG-Jahresabrechnung prüfen: Checkliste, Fristen und Fehler
Bis wann muss die WEG-Jahresabrechnung vorliegen?
§ 28 WEG verlangt die Aufstellung nach Ablauf des Kalenderjahres, nennt aber keinen festen Stichtag. Die angemessene Bearbeitungszeit hängt vom Einzelfall ab. Vertragliche Regelungen und besondere Umstände können zusätzlich relevant sein.
Was ist die Abrechnungsspitze in der WEG?
Die Abrechnungsspitze bezeichnet vereinfacht die Differenz zwischen den für eine Einheit beschlossenen Vorschüssen und ihrem Anteil am tatsächlichen Abrechnungsergebnis. Daraus ergibt sich eine Nachzahlung oder Anpassung zugunsten des Eigentümers.
Darf ein Eigentümer Rechnungen und Kontoauszüge einsehen?
Jeder Wohnungseigentümer kann nach § 18 Abs. 4 WEG Einsicht in die Verwaltungsunterlagen verlangen. Dazu gehören bei einer Abrechnungsprüfung insbesondere die relevanten Belege und Kontounterlagen.
Was beschließt die WEG bei der Jahresabrechnung?
Nach § 28 Abs. 2 WEG beschließen die Eigentümer über die Einforderung von Nachschüssen oder die Anpassung der beschlossenen Vorschüsse. Die Jahresabrechnung wird zu diesem Zweck vom Verwalter aufgestellt.
Wie lange kann ein Beschluss zur Jahresabrechnung angefochten werden?
Eine Anfechtungsklage muss grundsätzlich innerhalb eines Monats nach der Beschlussfassung erhoben und innerhalb zweier Monate begründet werden. Wegen der kurzen Fristen sollte ein konkreter Fall sofort anwaltlich geprüft werden.
Gewerbeverwaltung: Aufgaben, Kostenfaktoren und Auswahl
Was macht eine Gewerbeverwaltung?
Sie steuert Mietverträge, Zahlungsverkehr, Betriebs- und Nebenkosten, Budgets, Mieterkommunikation, technische Dienstleister, Wartungen, Störungen und das Reporting an den Eigentümer. Der genaue Umfang richtet sich nach Objekt und Vertrag.
Was ist der Unterschied zwischen Gewerbeverwaltung und Property Management?
Die Begriffe werden häufig ähnlich verwendet. Commercial Property Management bezeichnet meist die operative kaufmännische und technische Steuerung einer Gewerbeimmobilie. Bei komplexen Objekten werden Facility und Asset Management als eigene Verantwortungsbereiche abgegrenzt.
Wie werden die Kosten einer Gewerbeverwaltung berechnet?
Möglich sind Monatspauschalen, Vergütung je Fläche oder Einheit, prozentuale Modelle auf Basis der Mieteinnahmen und Mischformen. Entscheidend sind Vertragszahl, Technik, Berichtstiefe, Leerstand, Investitionsbedarf und Vor-Ort-Leistung.
Welche Unterlagen braucht eine neue Gewerbeverwaltung?
Typisch sind Mietverträge und Nachträge, Flächenlisten, Kautions- und Kontendaten, Abrechnungen, offene Posten, Wartungs- und Prüfunterlagen, Versicherungen, Dienstleisterverträge, Pläne, Schlüssel- und Zutrittslisten sowie offene Mängel und Projekte.
Mietverwaltung oder Sondereigentumsverwaltung: Was passt zu Ihrer Immobilie?
Was ist der Unterschied zwischen Mietverwaltung und Sondereigentumsverwaltung?
Die Mietverwaltung betreut typischerweise ein vollständiges Mietobjekt im Alleineigentum. Die Sondereigentumsverwaltung kümmert sich um eine einzelne vermietete Eigentumswohnung innerhalb einer WEG. Für das Gemeinschaftseigentum bleibt dort die WEG-Verwaltung zuständig.
Brauche ich für eine vermietete Eigentumswohnung eine Mietverwaltung?
Fachlich ist für eine einzelne vermietete Wohnung innerhalb einer WEG die Sondereigentumsverwaltung passend. Viele Anbieter verwenden Mietverwaltung als Oberbegriff; deshalb sollten Eigentümer den konkreten Leistungsumfang prüfen.
Kann der WEG-Verwalter auch meine vermietete Wohnung verwalten?
Ja, wenn der Anbieter Sondereigentumsverwaltung anbietet und Sie dafür einen separaten Vertrag schließen. Die Leistungen, Vollmachten, Konten und Vergütungen für WEG und einzelne Wohnung sollten klar getrennt sein.
Wer ist Ansprechpartner für den Mieter einer Eigentumswohnung?
Ohne Sondereigentumsverwaltung bleibt der vermietende Wohnungseigentümer Ansprechpartner. Mit SEV übernimmt diese die vertraglich vereinbarte Mieterbetreuung. Der WEG-Verwalter ist grundsätzlich für die Gemeinschaft und nicht für das individuelle Mietverhältnis zuständig.
Aufgaben der Hausverwaltung: Arten, Leistungen und Kosten
Was ist der Unterschied zwischen Hausverwaltung und Immobilienverwaltung?
Im Alltag werden beide Begriffe oft synonym verwendet. Immobilienverwaltung ist der breitere Oberbegriff und umfasst WEG-, Miet-, Sondereigentums- und Gewerbeverwaltung. Entscheidend ist der vertraglich vereinbarte Leistungsumfang.
Welche Aufgaben hat eine Immobilienverwaltung?
Typische Aufgaben sind Buchhaltung, Zahlungsverkehr, Abrechnungen, Vertragsverwaltung, Mieter- und Eigentümerkommunikation, technische Objektbetreuung, Handwerkerkoordination und Fristenkontrolle. Bei einer WEG kommen Wirtschaftsplan, Jahresabrechnung, Vermögensbericht und Beschlussumsetzung hinzu.
Was kostet eine Immobilienverwaltung pro Wohnung?
Als Orientierung liegen WEG-Verwaltungen häufig bei etwa 18 bis 35 Euro und Mietverwaltungen bei etwa 20 bis 40 Euro je Einheit und Monat. Objektgröße, Region, Zustand und Sonderleistungen können den Preis deutlich verändern.
Welche Erlaubnis braucht eine Immobilienverwaltung?
Für die gewerbliche Verwaltung von gemeinschaftlichem Wohnungseigentum oder Wohnraummietverhältnissen für Dritte ist grundsätzlich eine Erlaubnis nach § 34c GewO erforderlich. Hinzu kommen Anforderungen an Berufshaftpflicht und Weiterbildung.
Hausverwaltung kündigen: Fristen, Gründe & Vorlage
Kann eine WEG die Hausverwaltung fristlos kündigen?
Die WEG kann den Verwalter jederzeit ohne Grund abberufen (§ 26 Abs. 3 WEG); der Vertrag endet spätestens sechs Monate später automatisch. Bei einem wichtigen Grund kann zusätzlich eine fristlose Kündigung nach § 626 BGB möglich sein. Sie muss grundsätzlich innerhalb von zwei Wochen ab Kenntnis der maßgeblichen Tatsachen erklärt werden.
Welche Frist gilt nach der Abberufung des WEG-Verwalters?
Der Verwaltervertrag endet kraft Gesetzes spätestens sechs Monate nach der Abberufung (§ 26 Abs. 3 Satz 2 WEG) — unabhängig von der vereinbarten Laufzeit. Eine kürzere Beendigung ist durch Kündigung oder Aufhebungsvereinbarung möglich.
Wie kündige ich eine Mietverwaltung?
Bei der Mietverwaltung gelten vorrangig die im Vertrag vereinbarten Laufzeiten und Kündigungsfristen. Fehlt eine Regelung, können gesetzliche Fristen wie § 621 BGB relevant sein. Bei wichtigem Grund kommt § 626 BGB in Betracht; die rechtliche Einordnung hängt vom konkreten Vertrag ab.
Welche Mehrheit braucht die Abberufung des Verwalters?
Die einfache Mehrheit der in der Eigentümerversammlung abgegebenen Stimmen genügt. Ein wichtiger Grund ist seit der WEG-Reform vom 1. Dezember 2020 nicht mehr erforderlich.
Gibt es eine Vorlage für die Kündigung der Hausverwaltung?
Ja. Die Vorlage in diesem Beitrag enthält Betreff, Kündigungserklärung, den Hinweis auf den WEG-Beschluss, Übergabefrist und Empfangsbestätigung. Vertragsdaten, Fristen und Vertretungsberechtigung müssen an den konkreten Fall angepasst werden.
Was kostet eine Hausverwaltung? Alle Preise 2026 im Überblick
Was kostet eine Hausverwaltung pro Wohnung?
Das VDIV-Branchenbarometer 2025 nennt für 2024 durchschnittlich 28,35 Euro je Einheit und Monat in der WEG-Verwaltung. Bei Neuabschlüssen kalkulierten Verwaltungen im Mittel mit 31,84 Euro. Ein konkretes Angebot kann je nach Objektgröße, Region, Zustand und Leistungsumfang deutlich abweichen.
Sind die Kosten der Hausverwaltung umlagefähig?
Bei einer WEG tragen die Eigentümer die Verwaltungskosten über das Hausgeld. Verwaltungskosten gehören nach § 1 Absatz 2 Betriebskostenverordnung nicht zu den umlagefähigen Betriebskosten. Die steuerliche Behandlung des konkreten Falls sollte eine Steuerberatung prüfen.
Warum sind kleine WEGs pro Einheit teurer?
Fixaufwände wie Versammlung, Abrechnung und Buchhaltung fallen unabhängig von der Größe an. Bei wenigen Einheiten verteilen sie sich auf weniger Schultern — der Preis pro Einheit steigt.
Was kostet eine Hausverwaltung für 10 Wohnungen?
Rein rechnerisch ergeben 10 Einheiten zum veröffentlichten Neuabschluss-Mittelwert von 31,84 Euro insgesamt 318,40 Euro pro Monat beziehungsweise 3.820,80 Euro pro Jahr. Kleine WEGs können wegen Mindesthonoraren und festem Grundaufwand deutlich darüber liegen.
Wie finde ich eine günstige und gute Hausverwaltung?
Vergleichen Sie mehrere Angebote mit identischem Leistungsumfang. Über Verwalter-Vermittlung stellen Sie kostenlos eine Anfrage und erhalten Angebote passender Verwaltungen aus Ihrer Region.
Zertifizierter Verwalter nach § 26a WEG: Was die IHK-Zertifizierung bedeutet
Was ist ein zertifizierter Verwalter nach § 26a WEG?
Ein zertifizierter Verwalter hat vor einer IHK eine Prüfung über rechtliche, kaufmännische und technische Kenntnisse der WEG-Verwaltung abgelegt. Bestimmte Qualifikationen wie Immobilienkaufmann oder Immobilienfachwirt sind der Prüfung gleichgestellt.
Ist die Zertifizierung für Hausverwalter Pflicht?
Es gibt keine generelle Berufszulassungspflicht. Aber jeder Eigentümer kann die Bestellung eines zertifizierten Verwalters als ordnungsmäßige Verwaltung verlangen — ausgenommen sind nur kleine WEGs unter neun Einheiten mit einem Miteigentümer als Verwalter.
Was ist der Unterschied zwischen § 26a WEG und § 34c GewO?
Die Erlaubnis nach § 34c GewO ist die gewerberechtliche Zulassung und für jeden gewerblichen Wohnimmobilienverwalter zwingend. Die Zertifizierung nach § 26a WEG ist ein zusätzlicher Fachkunde-Nachweis durch eine IHK-Prüfung.
Wie erkenne ich, ob eine Hausverwaltung zertifiziert ist?
Lassen Sie sich das IHK-Zertifikat oder den Nachweis einer gleichgestellten Qualifikation vorlegen, dazu Gewerbeerlaubnis und Berufshaftpflicht. Seriöse Verwaltungen stellen diese Unterlagen bereits mit dem Angebot zur Verfügung.
Hausverwaltung suchen und finden: 5 Schritte zur Auswahl
Wie finde ich eine gute Hausverwaltung?
Anforderungen definieren, mehrere Angebote einholen und systematisch vergleichen: § 34c-Erlaubnis, § 26a-Zertifizierung, Haftpflichtversicherung, Erreichbarkeit und Bewertungen prüfen. Vermittlungsportale mit geprüften Anbietern beschleunigen die Suche deutlich.
Welche Nachweise muss eine Hausverwaltung haben?
Pflicht ist die Gewerbeerlaubnis nach § 34c GewO. Für WEG-Verwaltungen kommt die Zertifizierung nach § 26a WEG hinzu, auf die Eigentümer Anspruch haben. Eine Vermögensschaden-Haftpflicht ist dringend zu empfehlen.
Wie viele Angebote sollte ich vergleichen?
Mindestens drei Angebote mit identischem Leistungsumfang. Vergleichen Sie neben der Grundvergütung immer auch den Sonderleistungskatalog, die Vertragslaufzeit und die nachgewiesene Qualifikation.
Wie lange dauert es, eine neue Hausverwaltung zu finden?
Rechnen Sie mit drei bis sechs Monaten von der Suche bis zur Übernahme. Gute Verwaltungen haben Vorlaufzeiten, und bei einer WEG muss die Bestellung per Beschluss in der Eigentümerversammlung erfolgen.
Verwaltervertrag: Die große Checkliste vor der Unterschrift
Wie lange darf ein Verwaltervertrag laufen?
Die Bestellung des WEG-Verwalters ist auf höchstens drei Jahre bei der Erstbestellung und danach auf höchstens fünf Jahre begrenzt (§ 26 Abs. 2 WEG). Der Vertrag sollte dieselbe Laufzeit haben.
Was sind Sonderleistungen im Verwaltervertrag?
Sonderleistungen sind Aufgaben, die nicht mit der Grundpauschale abgegolten sind — etwa zusätzliche Versammlungen, Mahnverfahren, Sanierungsbegleitung oder die Verwalterzustimmung beim Verkauf. Sie werden nach Stundensatz oder Einzelpauschale berechnet.
Kann ein Verwaltervertrag vorzeitig beendet werden?
Ja. Die WEG kann den Verwalter jederzeit ohne wichtigen Grund abberufen; der Vertrag endet dann automatisch spätestens sechs Monate nach der Abberufung (§ 26 Abs. 3 WEG).
Wer schließt den Verwaltervertrag ab?
Vertragspartner ist die Gemeinschaft der Wohnungseigentümer (GdWE), nicht der einzelne Eigentümer. Die Eigentümerversammlung beschließt über den Vertragsabschluss, meist zusammen mit der Bestellung des Verwalters.
Hausgeld erklärt: Zusammensetzung, Höhe und Umlagefähigkeit
Was ist Hausgeld einfach erklärt?
Hausgeld ist die monatliche Vorauszahlung jedes Wohnungseigentümers an die Eigentümergemeinschaft. Es deckt Betriebskosten, die Erhaltungsrücklage und die Verwaltungskosten des gemeinschaftlichen Eigentums.
Wie hoch ist das Hausgeld pro Quadratmeter?
Im Durchschnitt 3 bis 4,50 Euro pro Quadratmeter und Monat. Bei Ausstattung wie Aufzug, Tiefgarage oder Concierge kann es deutlich höher liegen.
Welche Teile des Hausgelds kann ich auf Mieter umlegen?
Umlagefähig sind die Betriebskosten nach BetrKV, etwa Heizung, Wasser, Müll, Hausreinigung, Aufzug und Versicherungen. Nicht umlagefähig sind Erhaltungsrücklage, Verwaltervergütung und Reparaturkosten.
Was passiert, wenn ein Eigentümer das Hausgeld nicht zahlt?
Die Verwaltung mahnt die Rückstände an und setzt sie notfalls gerichtlich für die Gemeinschaft durch. Hausgeldrückstände können bis zur Zwangsversteigerung der Wohnung führen.
WEG ohne Verwalter: Wann Selbstverwaltung funktioniert — und wann nicht
Muss eine WEG einen Verwalter haben?
Nein, es gibt keinen gesetzlichen Verwalterzwang. Eine WEG darf sich selbst verwalten. Allerdings kann jeder einzelne Eigentümer die Bestellung eines zertifizierten Verwalters als Teil ordnungsmäßiger Verwaltung verlangen.
Wer vertritt die WEG ohne Verwalter?
Ohne Verwalter vertreten nach § 9b WEG alle Wohnungseigentümer die Gemeinschaft gemeinschaftlich. Verträge und Bankgeschäfte erfordern dann die Mitwirkung sämtlicher Eigentümer.
Ab wie vielen Einheiten besteht Anspruch auf einen zertifizierten Verwalter?
Bei mehr als acht Einheiten kann jeder einzelne Eigentümer einen zertifizierten Verwalter nach § 26a WEG verlangen (§ 19 Abs. 2 Nr. 6 WEG). Bei kleineren WEGs mit Eigentümer-Verwalter muss mindestens ein Drittel der Eigentümer die Zertifizierung verlangen.
Was kostet eine professionelle WEG-Verwaltung im Vergleich zur Selbstverwaltung?
Professionelle WEG-Verwaltung kostet etwa 18 bis 35 Euro pro Einheit und Monat. Die Selbstverwaltung spart diese Gebühr, verursacht aber Zeitaufwand und Haftungsrisiken, die bei Fehlern schnell teurer werden.
WEG-Reform: Diese Änderungen müssen Eigentümer heute kennen
Was hat die WEG-Reform 2020 geändert?
Das WEMoG erleichterte bauliche Veränderungen (einfache Mehrheit), machte jede Versammlung beschlussfähig, erlaubte die jederzeitige Abberufung der Verwaltung, schuf den Anspruch auf einen zertifizierten Verwalter und gab der Verwaltung umfassende Vertretungsmacht nach § 9b WEG.
Wer hat Anspruch auf einen zertifizierten Verwalter?
Jeder Wohnungseigentümer — seit dem 1. Dezember 2023. Ausgenommen sind nur Kleinst-WEGs mit weniger als neun Einheiten, die ein Miteigentümer verwaltet, sofern nicht ein Drittel der Eigentümer die Zertifizierung verlangt.
Kann die WEG den Verwalter jederzeit abberufen?
Ja. Seit der Reform ist die Abberufung jederzeit ohne wichtigen Grund per Mehrheitsbeschluss möglich. Der Verwaltervertrag endet spätestens sechs Monate nach der Abberufung.
Sind virtuelle Eigentümerversammlungen seit 2024 erlaubt?
Ja. Mit einer Dreiviertelmehrheit der abgegebenen Stimmen kann die Gemeinschaft rein virtuelle Versammlungen für maximal drei Jahre beschließen. Bis Ende 2028 kann jeder Eigentümer jährlich eine Präsenzversammlung verlangen.
Hausverwaltung wechseln: Ablauf, Fristen & Checkliste für WEGs
Kann eine WEG die Hausverwaltung jederzeit wechseln?
Ja. Seit der WEG-Reform 2020 kann der Verwalter nach § 26 Abs. 3 WEG jederzeit ohne wichtigen Grund per Mehrheitsbeschluss abberufen werden. Der Verwaltervertrag endet spätestens sechs Monate nach der Abberufung.
Wie lange dauert ein Verwalterwechsel?
Von der Angebotssuche über den Beschluss bis zur vollständigen Übergabe dauert ein Verwalterwechsel in der Regel drei bis sechs Monate. Die Einladungsfrist zur Eigentümerversammlung beträgt mindestens drei Wochen.
Welche Mehrheit ist für die Abberufung des Verwalters nötig?
Die einfache Mehrheit der in der Eigentümerversammlung abgegebenen Stimmen genügt — sowohl für die Abberufung des alten als auch für die Bestellung des neuen Verwalters.
Muss die alte Hausverwaltung alle Unterlagen herausgeben?
Ja. Sämtliche Verwaltungsunterlagen — von der Teilungserklärung über Abrechnungen bis zu Schlüsseln und Verträgen — gehören der Eigentümergemeinschaft und müssen bei der Übergabe vollständig herausgegeben werden.
Eigentümerversammlung: Ablauf, Fristen und Beschlüsse erklärt
Wie oft muss eine Eigentümerversammlung stattfinden?
Mindestens einmal pro Jahr. Zusätzliche Versammlungen muss die Verwaltung einberufen, wenn der Verwaltungsbeirat oder mehr als ein Viertel der Eigentümer es schriftlich unter Angabe von Zweck und Gründen verlangen.
Welche Frist gilt für die Einladung zur Eigentümerversammlung?
Die Einberufungsfrist beträgt drei Wochen (§ 24 Abs. 4 WEG). Die Einladung muss in Textform erfolgen — eine E-Mail mit Ort, Zeit und Tagesordnung reicht aus.
Wann ist eine Eigentümerversammlung beschlussfähig?
Immer. Seit der WEG-Reform 2020 ist jede ordnungsgemäß einberufene Versammlung unabhängig von der Zahl der anwesenden Eigentümer oder vertretenen Miteigentumsanteile beschlussfähig.
Ist eine rein virtuelle Eigentümerversammlung erlaubt?
Ja, seit Oktober 2024. Die Gemeinschaft muss dies mit mindestens drei Vierteln der abgegebenen Stimmen beschließen; der Beschluss gilt höchstens drei Jahre. Bis Ende 2028 kann jeder Eigentümer einmal jährlich eine Präsenzversammlung verlangen.
WEG-Verwaltung
Welche Aufgaben hat eine WEG-Verwaltung?
Zu den Kernaufgaben gehören Wirtschaftsplan und Jahresabrechnung, Einberufung und Leitung der Eigentümerversammlung, Umsetzung der Beschlüsse, Organisation von Instandhaltung und Instandsetzung des Gemeinschaftseigentums sowie die Verwaltung der Gemeinschaftskonten und der Erhaltungsrücklage. Hinzu kommen laufende Themen wie Versicherungen, Hausordnung und Dienstleistersteuerung.
Was ist ein zertifizierter Verwalter nach § 26a WEG?
Ein zertifizierter Verwalter hat eine Prüfung vor der Industrie- und Handelskammer abgelegt oder verfügt über eine gleichgestellte Qualifikation (z. B. Volljurist, Immobilienkaufmann, geprüfter Immobilienfachwirt). Wohnungseigentümer haben grundsätzlich Anspruch darauf, dass ein zertifizierter Verwalter bestellt wird – ausgenommen sind nur kleine, selbstverwaltete Gemeinschaften mit weniger als neun Einheiten.
Was kostet eine WEG-Verwaltung?
Marktüblich sind je nach Stadt, Objektgröße und Zustand etwa 20 bis 45 Euro netto pro Einheit und Monat. Kleine Gemeinschaften zahlen wegen Mindestpauschalen pro Einheit oft mehr. Sonderleistungen wie die Begleitung großer Sanierungen oder zusätzliche Versammlungen werden in der Regel gesondert vergütet.
Wie wechselt eine WEG die Verwaltung?
Die Eigentümerversammlung beschließt den Wechsel mit einfacher Mehrheit. Seit der WEG-Reform kann der Verwalter jederzeit abberufen werden; der Verwaltervertrag endet spätestens sechs Monate nach der Abberufung. Planen Sie drei bis sechs Monate für Angebotseinholung, Beschluss und Übergabe der Unterlagen ein.
Mietverwaltung
Welche Leistungen umfasst eine Mietverwaltung?
Typisch sind Mieterkommunikation, Überwachung der Mieteingänge mit Mahnwesen, die jährliche Nebenkostenabrechnung, Wohnungsübergaben, Neuvermietung mit Mieterauswahl, Handwerkerbeauftragung und die Prüfung von Mietanpassungen. Der genaue Umfang wird im Verwaltervertrag geregelt – lassen Sie sich den Leistungskatalog immer schriftlich geben.
Können die Kosten der Mietverwaltung auf die Mieter umgelegt werden?
Nein. Verwaltungskosten zählen bei Wohnraum nicht zu den umlagefähigen Betriebskosten nach der Betriebskostenverordnung und dürfen daher nicht über die Nebenkostenabrechnung an die Mieter weitergegeben werden. Sie bleiben beim Eigentümer.
Sind die Kosten einer Mietverwaltung steuerlich absetzbar?
Ja. Das Honorar der Mietverwaltung ist in voller Höhe als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung absetzbar (Anlage V). Das mindert die effektive Belastung je nach persönlichem Steuersatz deutlich.
Was kostet eine Mietverwaltung?
Üblich sind je nach Stadt und Objekt etwa 20 bis 35 Euro netto pro Wohneinheit und Monat oder 4 bis 7 Prozent der Nettokaltmiete. Sonderleistungen wie Neuvermietung, Modernisierungsbegleitung oder Gerichtstermine werden häufig separat nach Stunden- oder Pauschalsätzen abgerechnet.
Gewerbeverwaltung
Was unterscheidet die Gewerbeverwaltung von der Wohnraumverwaltung?
Im Gewerbemietrecht gilt weitgehende Vertragsfreiheit: Laufzeiten, Indexmieten, Umsatzsteueroption und die Verteilung von Instandhaltungs- und Nebenkostenpflichten werden individuell vereinbart. Die Verwaltung muss jeden Vertrag einzeln abbilden – inklusive Fristenmanagement für Optionsrechte und Wertsicherungsklauseln. Mieterschutzvorschriften des Wohnraummietrechts gelten nicht.
Was bedeutet Triple-Net-Mietvertrag?
Bei einem Triple-Net-Vertrag trägt der Mieter neben der Miete die Betriebskosten, die Instandhaltungskosten und die Kosten für Versicherungen und Abgaben – beim Eigentümer verbleibt im Wesentlichen nur Dach und Fach, je nach Vereinbarung sogar das nicht. Die Verwaltung muss diese Kostenverteilung in Abrechnung und Instandhaltungssteuerung exakt umsetzen.
Wie funktionieren Indexmieten im Gewerbe?
Indexmieten koppeln die Miete über eine Wertsicherungsklausel an den Verbraucherpreisindex des Statistischen Bundesamts. Steigt der Index über den vereinbarten Schwellenwert, kann die Miete entsprechend angepasst werden. Die Gewerbeverwaltung überwacht die Indexentwicklung, macht Anpassungen fristgerecht geltend und dokumentiert sie revisionssicher.
Welche Nebenkosten dürfen im Gewerbe umgelegt werden?
Anders als im Wohnraum sind die umlagefähigen Nebenkosten im Gewerbe weitgehend frei verhandelbar – bei entsprechender Vereinbarung auch Verwaltungskosten, Instandhaltung und Center-Management. Voraussetzung ist eine klare, transparente vertragliche Regelung; pauschale oder intransparente Klauseln sind häufiger Streitpunkt vor Gericht.
Sondereigentumsverwaltung
Was ist eine Sondereigentumsverwaltung?
Die Sondereigentumsverwaltung (SEV) betreut Ihre einzelne vermietete Eigentumswohnung: Mieterkommunikation, Mieteingangskontrolle, Nebenkostenabrechnung gegenüber dem Mieter, Wohnungsübergaben, Neuvermietung und Reparaturen innerhalb der Wohnung. Sie wird per separatem Vertrag zwischen Ihnen und der Verwaltung vereinbart.
Worin unterscheidet sich die SEV von der WEG-Verwaltung?
Die WEG-Verwaltung wird von der Eigentümergemeinschaft bestellt und verwaltet nur das Gemeinschaftseigentum (Dach, Fassade, Treppenhaus, Gemeinschaftskonten). Die SEV beauftragen Sie individuell für Ihre eigene Wohnung und das Mietverhältnis. Beides kann derselbe Anbieter übernehmen, muss es aber nicht.
Was kostet eine Sondereigentumsverwaltung?
Üblich sind etwa 20 bis 40 Euro netto pro Wohnung und Monat, in teuren Märkten auch mehr. Die Kosten sind nicht auf den Mieter umlegbar, aber als Werbungskosten bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung (Anlage V) voll absetzbar.
Kann meine WEG-Verwaltung auch die Sondereigentumsverwaltung übernehmen?
Ja, viele Verwaltungen bieten die SEV als Zusatzleistung an – das hat den Vorteil, dass Jahresabrechnung der WEG und Nebenkostenabrechnung des Mieters aus einer Hand kommen. Es ist aber ein eigener Vertrag mit eigener Vergütung; Sie können die SEV auch an einen anderen Anbieter vergeben.
Hausverwaltung Berlin
Was kostet eine Hausverwaltung in Berlin?
Für die WEG-Verwaltung sind in Berlin etwa 20 bis 35 Euro netto pro Einheit und Monat üblich, für die Mietverwaltung 20 bis 30 Euro pro Einheit oder 4 bis 6 Prozent der Nettokaltmiete. Kleine Gemeinschaften und sanierungsbedürftige Altbauten zahlen tendenziell mehr. Sonderleistungen werden separat berechnet.
Wie finde ich eine gute Hausverwaltung in Berlin?
Vergleichen Sie mehrere Anbieter anhand von Bewertungen, Leistungsschwerpunkten (WEG- oder Mietverwaltung) und Erfahrung mit ähnlichen Objekten in Ihrem Bezirk. Über Verwalter-Vermittlung stellen Sie kostenlos einen Auftrag ein, auf den sich passende Berliner Verwaltungen direkt melden.
Wie wechselt eine WEG in Berlin die Hausverwaltung?
Der Wechsel erfolgt per Mehrheitsbeschluss in der Eigentümerversammlung: Der alte Verwaltervertrag wird gekündigt bzw. läuft aus, ein neuer Verwalter wird bestellt. Planen Sie 3 bis 6 Monate Vorlauf für Angebotseinholung, Beschlussfassung und Übergabe der Unterlagen ein.
Übernehmen Berliner Hausverwaltungen auch kleine WEGs?
Ja, allerdings geben viele Großverwalter Bestände unter 20 Einheiten ab. Spezialisierte kleinere Verwaltungen übernehmen auch WEGs ab 4 bis 6 Einheiten – meist mit einer Mindestpauschale. In unserem Verzeichnis sehen Sie, welche Verwaltungen welche Objektgrößen betreuen.
Hausverwaltung München
Was kostet eine Hausverwaltung in München?
In München liegen die Gebühren für die WEG-Verwaltung meist bei 25 bis 45 Euro netto pro Einheit und Monat, für die Mietverwaltung bei 25 bis 35 Euro pro Einheit oder 5 bis 7 Prozent der Nettokaltmiete. Viele Verwaltungen verlangen Mindestpauschalen, wodurch kleine WEGs pro Einheit mehr zahlen.
Warum ist es so schwer, in München eine Hausverwaltung zu finden?
Der Münchner Markt ist ausgelastet: Viele etablierte Verwaltungen nehmen keine neuen WEGs an, insbesondere keine kleinen Gemeinschaften. Es hilft, mehrere Anbieter parallel anzufragen – genau dafür ist unser kostenloser Auftrags-Flow gedacht, bei dem sich Verwaltungen mit freier Kapazität direkt melden.
Was ist eine Sondereigentumsverwaltung?
Die Sondereigentumsverwaltung (SEV) betreut Ihre einzelne vermietete Eigentumswohnung: Mieterkommunikation, Nebenkostenabrechnung, Mieteingangskontrolle und Übergaben. Sie ergänzt die WEG-Verwaltung, die nur das Gemeinschaftseigentum verwaltet. In München kostet die SEV typischerweise 25 bis 40 Euro pro Monat.
Welche Qualifikation sollte eine Münchner Hausverwaltung haben?
Wohnungseigentümer haben Anspruch auf einen zertifizierten Verwalter nach § 26a WEG (IHK-Prüfung oder gleichgestellte Qualifikation). Achten Sie zudem auf eine Vermögensschaden-Haftpflicht, Berufserfahrung mit vergleichbaren Objekten und Mitgliedschaften in Verbänden wie VDIV oder BVI.
Hausverwaltung Hamburg
Was kostet eine Hausverwaltung in Hamburg?
Für die WEG-Verwaltung sind in Hamburg etwa 22 bis 40 Euro netto pro Einheit und Monat üblich, für die Mietverwaltung 22 bis 32 Euro pro Einheit oder 4 bis 6 Prozent der Nettokaltmiete. Objekte mit Erbbaurecht oder aufwendiger Technik liegen am oberen Rand der Spanne.
Wie finde ich eine gute Hausverwaltung in Hamburg?
Vergleichen Sie mehrere Hamburger Anbieter nach Bewertungen, Leistungsprofil und Erfahrung mit Ihrem Objekttyp – vom Eimsbütteler Altbau bis zur Neubau-WEG. Über Verwalter-Vermittlung stellen Sie kostenlos einen Auftrag ein, auf den sich passende Verwaltungen direkt melden.
Was ist bei Erbbaurecht-Objekten in Hamburg zu beachten?
Erbbaurechte sind in Hamburg weit verbreitet. Die Verwaltung muss Erbbauzinsen korrekt in Wirtschaftsplan und Jahresabrechnung abbilden und Fristen wie Anpassungsklauseln und Laufzeiten im Blick behalten. Fragen Sie gezielt nach Erfahrung mit Erbbaurecht-Beständen.
Wann sollte eine WEG in Hamburg den Verwalterwechsel vorbereiten?
Idealerweise 4 bis 6 Monate vor Vertragsende: Angebote einholen, Kandidaten zur Eigentümerversammlung einladen, per Mehrheitsbeschluss bestellen und die Übergabe der Verwaltungsunterlagen regeln. So vermeiden Sie eine verwalterlose Übergangszeit.
Hausverwaltung Köln
Was kostet eine Hausverwaltung in Köln?
Für die WEG-Verwaltung sind in Köln rund 20 bis 35 Euro netto pro Einheit und Monat üblich, für die Mietverwaltung 20 bis 30 Euro pro Einheit oder 4 bis 6 Prozent der Nettokaltmiete. Kleine Gemeinschaften zahlen wegen Mindestpauschalen pro Einheit oft etwas mehr.
Wie finde ich eine gute Hausverwaltung in Köln?
Vergleichen Sie mehrere Kölner Anbieter nach Google-Bewertungen, Leistungsschwerpunkt und Erfahrung mit Ihrem Objekttyp – vom Ehrenfelder Altbau bis zur Neubau-WEG in Deutz. Über Verwalter-Vermittlung stellen Sie kostenlos einen Auftrag ein und erhalten Rückmeldungen passender Verwaltungen.
Übernehmen Kölner Hausverwaltungen auch kleine WEGs?
Ja – gerade inhabergeführte Verwaltungen betreuen auch Gemeinschaften ab 4 bis 6 Einheiten, meist mit einer monatlichen Mindestpauschale. In unserem Verzeichnis erkennen Sie an den Profilangaben, welche Objektgrößen eine Verwaltung annimmt.
Was gehört zu den Aufgaben einer WEG-Verwaltung in Köln?
Kernaufgaben sind Wirtschaftsplan und Jahresabrechnung, Einberufung und Durchführung der Eigentümerversammlung, Umsetzung der Beschlüsse, Instandhaltungsorganisation und die Verwaltung der Gemeinschaftskonten. Hinzu kommen aktuelle Themen wie energetische Sanierung und Ladeinfrastruktur.
Hausverwaltung Frankfurt
Was kostet eine Hausverwaltung in Frankfurt?
Für die WEG-Verwaltung sind in Frankfurt etwa 22 bis 40 Euro netto pro Einheit und Monat üblich, für die Mietverwaltung 22 bis 32 Euro pro Einheit oder 4 bis 6 Prozent der Nettokaltmiete. Hochhäuser und Objekte mit komplexer Technik liegen am oberen Rand der Spanne.
Wie finde ich eine gute Hausverwaltung in Frankfurt?
Vergleichen Sie mehrere Frankfurter Anbieter nach Bewertungen, Leistungsprofil und Erfahrung mit Ihrem Objekttyp – vom Nordend-Altbau bis zur Hochhaus-WEG. Über Verwalter-Vermittlung stellen Sie kostenlos einen Auftrag ein und erhalten direkte Rückmeldungen passender Verwaltungen.
Gibt es in Frankfurt Hausverwaltungen mit englischsprachigem Service?
Ja – durch den hohen Anteil internationaler Eigentümer bieten viele Frankfurter Verwaltungen englischsprachige Kommunikation, Eigentümerversammlungen mit Übersetzung und digitale Portale an. Achten Sie in den Profilen auf entsprechende Angaben oder fragen Sie es im Auftrag explizit an.
Wer verwaltet Wohn- und Geschäftshäuser in Frankfurt?
Gemischt genutzte Objekte erfordern eine Verwaltung mit Erfahrung in Wohnraum- und Gewerbemietrecht, etwa bei Indexmieten, Umsatzsteueroption und Betriebskostenabrechnung für Gewerbeeinheiten. In unserem Verzeichnis erkennen Sie am Leistungsprofil, welche Verwaltungen Gewerbeverwaltung anbieten.
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